Klosterkammer Hannover

Werte bewahren – Identität stiften: Die Klosterkammer Hannover ist eine öffentliche Einrichtung, die das Vermögen von vier öffentlich-rechtlichen Stiftungen verwaltet. Die Stiftungen sind aus ehemals kirchlichem Vermögen entstanden. Aus den Erträgen unterhält die Klosterkammer mehr als 800 Gebäude, viele davon sind Baudenkmale, und rund 12.000 Kunstobjekte. Sie betreut und unterstützt darüber hinaus fünfzehn heute noch belebte evangelische Frauenklöster und Damenstifte sowie zwei weitere Klosterstätten in Niedersachsen. Gäste sind herzlich eingeladen, die landschaftlich reizvoll gelegenen Kulturdenkmale zu besuchen.

Die evangelischen Frauenklöster und Damenstifte in Niedersachsen gehören zu einem außergewöhnlichen historischen Erbe. Sie bilden eine in Deutschland einmalige Klosterlandschaft. Von einst weit über einhundert Klöstern konnten sich achtzehn im heutigen Niedersachsen behaupten. Fünfzehn evangelische Frauenklöster und Damenstifte betreut und unterstützt die Klosterkammer Hannover. Gemeinsam ist ihnen, dass sie kontinuierlich belebt und bewohnt sind und über Jahrhunderte hinweg Raum für christliche Lebensgemeinschaften von Frauen bieten.
Ob Konzerte, Lesungen, Führungen durch Klöster und Klostergärten oder andere Veranstaltungen – über das Jahr verteilt bieten die Konvente und Kapitel viele abwechslungsreiche Angebote für Besucherinnen und Besucher an. Eine Übersicht finden Sie hier.

Die Calenberger Klöster

Zu den Klöstern im Calenberger Land rund um Hannover gehören: Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder, Wennigsen und Wülfinghausen. Alle fünf wurden zu Beginn des 13. Jahrhunderts gegründet. Ihre Existenz bis heute geht auf die welfische Herzogin Elisabeth von Calenberg-Göttingen zurück. Sie bestimmte 1542 in ihrer nachreformatorischen Kirchen- und Klosterordnung, die ehemals katholischen Klöster als Orte für Frauen und Mädchen zu erhalten und gleichzeitig für das ehemalige Kirchen- und Klostervermögen gesondert von der Staatskasse Rechnung zu führen. 

Die Lüneburger Klöster

Die sechs Frauenklöster im Lüneburgischen – Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen – widersetzten sich zunächst der Reformation, blieben aber auch nach Annahme der protestantischen Konfession auf eigenes Drängen sowie durch Unterstützung von Adel und Patriziat erhalten. Der Landesherr und seine Nachfolger übernahmen die Unterhaltungspflicht, die erst 1963 vom Land Niedersachsen auf den Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds und damit auf die Klosterkammer überging. 

Niedersächsische Stifte

Die vier niedersächsischen Damenstifte Bassum, Börstel, Fischbeck und Obernkirchen wurden zwischen 858 und 1246 gegründet. Sie sind wie die Lüneburger Klöster selbständige Körperschaften beziehungsweise Stiftungen öffentlichen Rechts, die unter dem Schutz und der Aufsicht des Landes Niedersachsen stehen. Die Aufsicht obliegt dem Präsidenten der Klosterkammer.

Geistliche Gemeinschaften von Männern

Neben diesen Klöstern und Stiften mit Konventen und Kapiteln im engeren Sinne sind auch die ehemaligen Konventsgebäude der Klöster Riechenberg bei Goslar und Bursfelde bei Hannoversch-Münden als Klosterstätten von geistlichen Gemeinschaften belebt: Riechenberg beherbergt das von einem evangelischen Männerkonvent bewohnte Gethsemanekloster und in Bursfelde befindet sich eine Tagungsstätte der evangelischen Landeskirche Hannovers mit einem vielfältigen geistlichen Angebot.

Klosterkammer Hannover

Eichstraße 4
30161 Hannover

E-Mail: info@klosterkammer.de
Internet: www.klosterkammer.de
Telefon: 0511 34826-0
Fax: 0511 34826-299

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