Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten

Hessen kann auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblicken, die sich im ganzen Land mit einer Fülle von Bauten aus allen Zeiten manifestiert. Viele von Ihnen sind wichtige Wahrzeichen einer Stadt oder Region. Stolze Schlösser, verträumte Gärten, weitläufige Parkanalgen, romantische Burgen, trutzige Wehrbauten und mittelalterliche Kirchen und Klöster, sind Orte, an denen die Geschichte des Landes lebendig wird.
Etwa 50 kultur- und kunstgeschichtliche Denkmäler werden heute von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten betreut, die in jetziger Form nach dem zweiten Weltkrieg zu großen Teilen aus der vormals preußischen Schlösserverwaltung hervorging und unmittelbar nachgeordnete Dienststelle des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ist. Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz im Schloss Bad Homburg. Neben der zentralen Aufgabe der Vermittlung der Werte des historischen Erbes an Besucher aus nah und fern, obliegen der Verwaltung als eigenständige Denkmalschutzbehörde selbstverständlich auch die Pflege und Erhaltung der Gebäude und Außenanlagen. Zu den seit jeher bestehenden Aufträgen kommen immer auch neue kleine Herausforderungen hinzu. So stellt beispielsweise die Vereinbarkeit von Erhalt der historischen Gegebenheiten und Barrierefreiheit eine besondere Schwierigkeit dar. Gleichzeitig gibt es auch Entwicklungen, die helfen, bislang schwächere Besuchergruppen anzusprechen, so wie es über soziale Medien der Fall ist. Ein Mitgehen mit der Zeit, auch wenn es sich ja eigentlich um die Verwaltung geschichtlicher Zeugnisse dreht, ist also unerlässlich.
In den größeren Liegenschaften finden ein regelmäßiger Führungsbetrieb sowie zahlreiche Sonderveranstaltungen statt, durch die gewährleistet werden soll, dass Besucher aller Altersgruppen angesprochen werden. Dabei weist jede Anlage ihre Besonderheiten auf:
Im Schloss und Schlossgarten Weilburg erfreuen sich die Schlosskonzerte beständiger Beliebtheit. Der Staatspark Hanau-Wilhelmsbad lockt nach einiger Zeit der Instandsetzung wieder mit dem weltweit ältesten funktionsfähigen Karussell. Im Schloss Steinau dreht sich alles um das berühmte Geschwisterpaar Grimm. Das Welterbeareal Kloster Lorsch gewann nach der Umgestaltung den europäischen Gartenpreis und bietet zudem mit dem experimentalarchäologischen Freilichtlabor karolingischer Herrenhof Lauresham als begehbares 1:1-Modell eine anschauliche Möglichkeit das frühmittelalterliche Leben kennenzulernen. Im Schloss Bad Homburg wird in Kürze wieder der letzte Deutsche Kaiser einziehen- so zumindest wird es für die Besucher nach der Neugestaltung des Königsflügels aussehen, den Wilhelm II. mit seiner Familie als Sommersitz nutzte. Durch die ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt spazieren als Mönche verkleidete Kinder, um im Apothekergarten die schmackhaftesten Kräuter zu sammeln oder im Gewächshaus der Tradition der Ananastreiberei auf die Spuren zu gehen. Im Staatspark Fürstenlager kann man bei einer der beliebten Brotbackführungen Spaziergang und Genuss vereinen. Das Schloss Erbach ist mit Einzug des Deutschen Elfenbeinmuseums neben den berühmten gräflichen Sammlungen um eine weitere Attraktion reicher geworden. Der Osteinsche Niederwald wartet als Auftakt des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal mit zahlreichen atemberaubenden Ausblicken und überrascht mit seinen Parkarchitekturen, die sich in das Areal als Gesamtheit bestens einfügen ebenso wie dem imposant emporragenden Niederwalddenkmal. In der Kaiserpfalz Gelnhausen leuchtet das eindrucksvolle Buckelquadermauerwerk so rot wie der Bart des Gründers Barbarossa…Und so könnte man noch fortfahren, doch soll nicht alles verraten sein, wenn Sie sich aufmachen Hessens Kulturerbe persönlich zu entdecken!

 
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